Käsekuchen mit Mandarinen

Meine Schwiegermutter ist die beste Köchin, die ich kenne. Dabei sind einzelne Rezepte komplizierter und andere ganz einfach. Vor allem die einfachen interessieren mich natürlich. Bei den komplizierteren Gerichten laden wir uns lieber bei ihr zum Essen ein.

Ein einfaches Gericht und einer der wenigen Kuchen, die auch meinem Mann schmecken: Käsekuchen mit Mandarinen. Das Rezept stelle ich auch, ehrlich gesagt, mehr wegen mir ein, dass ich weiß, wo ich suchen muss, wenn ich den Kuchen mache.

Häufig mache ich nur eine halbe Portion, sodass wir einen kleinen Kuchen haben, der dann auch über die Woche aufgegessen wird – wir beide sind eher nicht so die Nachtisch- oder Kuchenesser.

Zutaten für die Quarktorte:

  • 750g Quark (gerne auch gemischt fettig und weniger fettig)
  • 8 Eßlöffel Zucker
  • 1 kleine Tasse Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Packung Vanillepuddingpulver
  • 1 kleine Dose Mandarinen

Zutaten Mürbeteig für den Boden:

  • 250 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Ei

Anleitung:

  1. Für den Mürbeteig alle Zutaten verkneten, zu einer Kugel formen und in den Kühlschrank stellen.
  2. Dann alle Zutaten für die Quarktorte zusammenrühren.
  3. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  4. Für das Finale den Mürbeteig ausrollen und in die Kuchenform geben, dann die Quarkmasse darauf gießen, die Mandarinen einzeln verteilt in die Masse hineinwerfen und alles in den Backofen stellen.
  5. Der Kuchen braucht dann etwa 30 Minuten. Wenn die obere Schicht leicht bräunlich ist und nichts mehr bei der Stäbchenprobe kleben bleibt, ist er fertig.

 

 

Wildkräutersalz aus frischen Kräutern

Während Corona hat man ja viel Zeit – so zumindest die landläufige Meinung. Sich mit den ganzen Umständen erst einmal zu arrangieren und wieder Struktur in den Alltag zu bringen, passiert nicht von heute auf morgen. Manchmal braucht man auch vielmehr Ablenkung, um nicht ständig von neuen Infektionszahlen zu hören und an nichts anderes mehr zu denken. Meine Ablenkung ist meistens mein Garten und die Struktur kam im April vor allem durch die Sendung “Schnittgut” im Bayrischen Fernsehen (auch immer gut: Volker Kugel, Direktor des Blühenden Barocks in Ludwigsburg).

Ein Beitrag handelte von Wildkräutersalz und da das schnell zu gehen schien und zwar ohne, dass man die Kräuter vorher trocknen hätte müssen, habe ich – nach etwas Recherche – ein eigenes zusammengestellt und gleich als Muttertagsgeschenk im Mai per Post verschickt. Ich habe immer gerne Gewürze in Mühlen, daher hier die Anleitung für das Befüllen einer solchen.

Für eine Mühle:

  • 60 g grobes Meersalz
  • Wildkräuter (entsprechend des Fotos von oben nach unten)
    • 10 Köpfchen von Gänseblümchen
    • 15 Blättchen Gundermann
    • 5 Blätter Löwenzahn

Anleitung:
Alles Grüne mit dem Messer klein hacken, mit dem Salz mischen und in Mühlen füllen. Fertig.

Ein Trocknen ist hier nicht nötig, da das Salz den Kräutern sowieso das Wasser entzieht. Die Mühlen mahlen erst nach etwa 1-2 Tagen, aber man braucht weder einen Backofen noch einen Mörser für die Herstellung des Wildkräutersalzes. Alternativ kann man die Mischung auch erst in einen Glasbehälter füllen und dort etwas vortrocknen lassen, bevor man sie in die Mühle füllt. Beschriftet mit einem Etikettendrucker ist es ein nettes Geschenk. Die Mühlen, die ich befüllt habe, habe ich genau so bedruckt.

 

 

 

Journaling

Ja, wo soll ich da anfangen? Ich habe mich ja lange gefragt, ob die Leute, die so ein Journal gestalten, so wenig Termine haben, dass sie tatsächlich dafür Zeit finden.

Termine habe ich eigentlich auf meinem Handy, denn es sind so viele, dass sie niemals in irgendeine Wochenübersicht eines Kalenders passen würden. Seit ich jedoch nur noch Mathematik und Informatik unterrichte, habe ich immer mehr gemerkt, wie mir der kreative Teil, den vor allem der Deutschunterricht für mich mitgebracht hat, fehlt. Und dann ging es mir zudem so, dass ich das Gefühl hatte, den Überblick über die wichtigen Termine zu verlieren, weil es eben im Handy so viele waren. Erst einmal als kreatives Ventil habe ich mir dann solche Tombow-Stifte gekauft und irgendein Notizbuch – was für andere vielleicht Yoga ist, war für mich das Zeichnen. Irgendwann kam dann die Phase, in der ich mein Notizbuch effektiv genutzt habe und so habe ich mir zum neuen Jahr ein klassisches Notizbuch von Leuchtturm (Softcover) gekauft. Erstaunlicherweise habe ich meine Termine nun besser im Griff und während ich die einzelnen Seiten gestalte, entwickle ich neue Ideen oder erinnere mich an Vergessenes – alles in allem sehr meditativ ;)

Im Bild oben ist ein kleiner Auszug aus meinem Journal zu sehen (nur die Monatsübersicht und einige freie Seiten). Wenn ich mir das jetzt selbst so anschaue – vielleicht kam der erste Impuls auch von unserer Hochzeit letztes Jahr – immerhin habe ich mich damals zum ersten Mal mit Lettering beschäftigt und den ersten Stift hierfür, den ich auch heute noch nutze, habe ich von unserer Blumenfee bekommen.