Burg Hohenzollern

Es war ein recht spontaner Trip, der uns nach Hechingen zur Burg Hohenzollern, dem Stammsitz des alten Preußengeschlechts der Hohenzoller, fahren ließ. Zu Fuß haben wir den Aufstieg gewagt und bemerkt, dass der von den Autoparkplätzen aus fahrende Shuttlebus eine recht sinnvolle Institution ist, denn der Weg hinauf zur Burg ist recht steil und bestimmt nicht für jeden so ohne weiteres machbar. Oben angekommen, sieht man schnell den Burgcharakter – viel Mauern, viele Burggraben und der bewohnte Teil ist überschaubar.

Die Innenräume konnte man, entlang gleitend auf Filzpantoffeln, selbst erkunden, ohne eine Führung – „königliches Flanieren“ wird das dort genannt. Gegen Sonnenuntergang schließt die Burg Hohenzollern langsam ihre Tore. Uns blieb aber noch genug Zeit, einmal komplett die Burgmauer entlang zu laufen. So konnte man im Osten den Mond auf- und im Westen die Sonne untergehen sehen.

Für Aufgänge bin ich ja immer zu haben. Nicht nur, wenn es darum geht, den Weg zur Burg selbst hoch zu laufen. Einem angeblich so romantischen Sonnenuntergang ziehe ich schon immer einen wachen gemeinsamen Sonnenaufgang vor – da hat man nämlich noch den ganzen Tag zusammen vor sich. Die Nacht mag ich auch, aber hier schaue ich mir nun mal lieber den Mond an, wie dieser aufgeht. Die Burg Hohenzollern hat in jedem Fall viele Aufgänge unterschiedlichster Art zu bieten.

Reformationstag

Wandlung ist der einzige Beweis von Leben.
(John Henry Newman)

Jedes Lebewesen verändert sich – jetzt gerade sieht man es deutlich an den Bäumen, die langsam  vom Herbst in den Winter übergehen.
Kardinal Newman macht mit seinem Ausspruch die Wichtigkeit von Veränderungen deutlich. Stillstand – das Gegenteil von Wandel – wäre der Tod.
Luthers Reformation, die mehrere Jahrhunderte vor Newman ihren Anfang hatte, brachte Leben in die Kirche. Er machte die Bibel nicht nur dem Volk zugänglich, bewirkte auch im Glauben an sich einen Wandel. Jeder konnte sich nun über Sinn oder Unsinn der Bibel unterhalten und gegebenenfalls seine Thesen mit Bibelzitaten untermauern. Das Fegefeuer zum Beispiel – das gibt es in der Bibel gar nicht, sondern war eine Erfindung der Kirche für ihren Ablassbriefhandel (die Finanzierung von Kirchenbauten mit Ablassbriefen hat Luther übrigens u.a. zur Verfassung seiner Thesen motiviert).
Deshalb: Wandel ist wichtig. Und wichtig ist auch, dass man selbst den Wandel vorantreibt. Denn mit einem Wandel, den man selbst in die Wege geleitet hat, ist man doch meistens am glücklichsten.

Max-Eyth-See

Am Max-Eyth-See zwischen Stuttgart-Münster und Stuttgart-Mühlhausen kann man nicht nur Tretboot oder Ruderboot fahren, sondern man kann rund um den See auch spazieren gehen oder in der Mitte des Sees auf der Insel mit großer Rasenfläche sogar grillen oder sich einen der vielen Klappstühle nehmen und in den dort angelegten Sandbereich setzen. Läuft man über die Weinberge zum See hinunter, so hat man einen guten Überblick über den gesamten See. Auch Toiletten sind auf der Insel in der Mitte vorhanden, sodass viele Familien die Gelegenheit für ein Picknick nutzen und man ruhig einen größeren und länger andauerenden Rundwanderweg einplanen kann.