1. Schultag

Ich wünsche allen am Schulleben Beteiligten einen tollen ersten Schultag!

Viele von uns sind schon seit letzter Woche an der Schule – manche waren es auch schon an vielen Tagen in den Ferien.

Wir freuen uns alle auf unser neues Schulhaus und hoffen, dass wir den Start in den Schulalltag halbwegs reibungslos gestalten können.

Links der Flur des Schulgebäudes noch ohne Schüler in der vergangenen Woche.

Ich bin schon gespannt und freue mich schon darauf wie bunt das graue Schulgebäude bald mit unseren Schülern aussehen wird.

Und zum Schluss bzw. Anfang noch ein Zitat von JFK:

“Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: Keine Bildung!”

U-Bahn Gespräche

Manchmal trifft man ja in der U-Bahn allerhand interessante Gestalten. Letztens habe ich eine Art Monolog gefunden, den ich aufgeschrieben habe. Er ist vom Dezember 2008 von einem betrunkenen älteren Mann, der viel in seinem Leben erlebt haben muss und wohl geistig nicht mehr ganz auf der Höhe war, da er Selbstgespräche geführt hat – diese waren jedoch gar nicht so uninteressant. Deshalb dachte ich, dass wenn ich den Monolog schon einmal aufgeschrieben habe, ihn genauso gut zur Diskussion stellen kann. Der Einfachheit halber nenne ich den Mann mal Manni.

 

Endhaltestelle.

Kann der mal endlich heizen, mir isch immer noch kalt – obwohl i scho drei Pulis und ne Bomberjacke anhab.
Kann der mal losfahren?

Bahn fährt los.

Ah, kann der also doch losfahren.

Haltestelle.

Ja und jetzt fährt er glei wieder los. Warten kan der au net. Die seh’n des doch, wenn jemand her rennt.

Haltestelle mit dem Namen “Himmelsleiter”.

Ja, da bin ich froh, dass es die gibt. Wenn ich mal g’nug hab von der Mutter Erde. Alles kommt bei mir immer zusammen – immer gleichzeitig: Magenoperation, Fußoperation – alles auf einmal.
Vielleicht erschießt mich mal jemand wie’n Kennedy vom Haus oben. Hoffentlich verfehlt er. Oder vielleicht trifft er doch ins Schwarze? Wenn es mal richtig eng wird, geh’ ich ind Politik. Da hätt ich kein Problem mit. Des mach ich. Wenn die Arschlöcher meinen mit 58 Jahren isch man zu alt zum Arbeiten. Ich hab schließelich au meinen LKW-Führerschein g’schafft und bin unfallfrei g’fahra.

Danke Anke. Woher kommt denn immer die Anke? Warum fällt mir die die ganze Zeit ein? Vielleicht war se ja mal so ne Mieze, die ich kannt hab – nee, eher net, an die könnt ich mich dann noch erinnern.

Verdammt! Kann der au mal stehen bleiben? Immer muss ich erst fluchen, bis was klappt.
Überall reißen sie alles ab.

Passant fragt mich wo es zu den S-Bahnen geht. Manni sitzt genau unter der Anzeigetafel.

Ich: Am besten zum Hauptbahnhof.

Passant: Die Bahn fährt doch gar nicht über’n Hauptbahnhof.

Manni: Ja kannst du denn nicht lesen? Da steht es doch: HAUPTBAHN- HOF! Mann oh mann…

Passant: Nee, das ist zu weit. Dort, wo die Lichter sind.

Ich: Zum Weihnachtsmarkt? Dann müssen Sie am Schlossplatz aussteigen.

Passant: Nee, da auch nicht. Ich glaub…

Er steigt aus.

Manni und ich lächeln uns an.

Manni: Der weiß au net, was er will – weiß net mal, wo der Hauptbahnhof ist.

Durchsage U-Bahn: Bitte in Fahrtrichtung links aussteigen.

Ja links oder rechts?

Vor der nächsten Haltestelle.

Manni: Der bremst jeden Moment und dann gibt er wieder Vollgas – der muss doch wissen, dass da ne Haltestelle ist.
Leben und sterben lassen: War ein James Bond. Die Bücher hab ich noch im Keller.
Die geben mir Medikamente, die mich umbringen.

Ich: Was wäre, wenn Sie die Medikamente nicht  nehmen würden?

Dann wäre ich gesund.

Und wogegen sind die Medikamente?

Die bringen mich um. Ich hab bloß ne Nebenhöhlenvereiterung. Gegen die sind die Tabletten.

Zeigt mir eine Schachtel.

Meine Frau ist auch schon gestorben. Die tut mir leid. Die war geistig verwirrt. Die hat lauter verrückte Dinge erzählt, z.B., dass ihre Mutter zwei Hoden hat, aber des geht ja gar net. (lacht)
Die ham se eingeliefert. Mir ham se au gesagt, ich sei krank.

Was haben Sie denn?

Ich bin angeblich schizophren.

Dann kam seine Haltestelle, wir haben uns freundlich verabschiedet und er ist ausgestiegen. “Manni” bleibt für mich ein netter Mann mit einer leider sehr traurigen Geschichte.

Schule

Seit September bin ich nun ja nach dem Referendariat richtig in den Schuldienst eingestiegen. Und obwohl das Ref mit meinen Kollegen an meiner Refschule eine wirklich schöne Zeit war, habe ich mich auch auf die neue Schule gefreut und war schon gespannt auf den Schulbeginn.
Und wie letztes Jahr, soll es auch dieses Jahr eine kleine Fotodokumentation geben, was mein neues Arbeitsumfeld betrifft. Nächstes Jahr wird es das übrigens wieder geben, aber nicht, weil ich die Schule wechsle, sondern, weil die Schule in ein neues Gebäude umzieht. Dieses ist dann sogar noch näher an mir dran.

Hier aber nun erst einmal der Ausblick aus einem der Klassenzimmer:

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Und hier der Blick vom Flur aus:

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Zu guter Letzt noch der Blick ins Wohngebiet, in dem sich auch die Schule befindet:

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Wie gehabt, wird nicht verraten, wo genau diese Schule ist. Wer Sie jedoch kennt, wird sie vermutlich erkennen.
Diese Schule ist jedenfalls, wie die Refschule es für die Zeit des Refs war, für die jetzige Zeit ideal :)
Toll ist vor allem der wirklich liebevolle Umgang untereinander. Die Schüler sind alle sehr nett und zuvorkommend, ebenso wie die Kollegen. Besonders was das leibliche Wohl angeht, muss man such hier keine Sorgen machen. Fast jeden Tag gibt es Kuchen oder sonstige Aufmerksamkeiten und auch die Schüler sind sehr begabt im Kochen oder backen.
Toll ist an dieser Schule auch noch etwas, das ich an meiner Refschule immer vermisst habe: Es gibt einen großen Schrank, wo man sich und seine Schüler für Gruppenarbeiten mit Folienstiften und sonstigen Materialien versorgen kann, ohne diese erst selbst besorgen zu müssen. Und ein weiterer großer Pluspunkt ist, dass die Kollegen nicht darum verlegen sind, ihre Materialien weiter zu geben, was mir als