{"id":3603,"date":"2014-05-14T16:11:13","date_gmt":"2014-05-14T14:11:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cordulamaier.de\/?p=3603"},"modified":"2015-10-11T20:37:49","modified_gmt":"2015-10-11T18:37:49","slug":"best-of-fehler-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/?p=3603","title":{"rendered":"Best of Fehler (3)"},"content":{"rendered":"<p>Und hier nun zum letzten Teil der &#8222;Best of Fehler&#8220; &#8211; Reihe. Ich habe mal nach Fortbildungen gesucht, wie man Sch\u00fclern das Schreiben beibringen kann und leider nur ganz exklusive f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Gymnasien gefunden.<br \/>\nLiebes RP, eine solche Fortbildung f\u00e4nde ich toll und es w\u00fcrde bestimmt nicht nur mich freuen, wenn so etwas h\u00e4ufiger angeboten werden w\u00fcrde und die Teilnahme offen f\u00fcr alle w\u00e4re.<br \/>\nOder gibt es da vielleicht schon bekannte effektive Methoden, die nicht allzu viel Unterrichtszeit einnehmen, wie man Sch\u00fclern helfen kann ihre grammatikalischen Fehler, die sie \u00fcber Jahre kultiviert haben, zu verbessern und wie man generell das Schreiben lehren kann? F\u00fcr Vorschl\u00e4ge bin ich jederzeit offen!<\/p>\n<p><strong>Hier also nun der letzte Teil:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>provukativ<\/p><\/blockquote>\n<p>Ah ja: provokativ<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0Er bereut nichts mehr im Text.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist klar: Im Text, im Buch, auf der Seite usw. Bitte diese Ausdr\u00fccke weglassen und an dieser Stelle eher schreiben &#8222;Er bereut nichts mehr, da &#8230;.&#8220;<\/p>\n<blockquote><p>Aber Ott z\u00f6gerte nicht und stach auf Ott ein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wieder mal nicht noch einmal durchgelesen \u2013 Ott ersticht sich nat\u00fcrlich nicht selbst und das wei\u00df der\/die Sch\u00fcler\/Sch\u00fclerin auch. Zudem ist noch das Tempus falsch. Bitte nicht im Pr\u00e4teritum schreiben, sonst wird es eine Nacherz\u00e4hlung. Richtig w\u00e4re Pr\u00e4sens oder Perfekt: &#8222;Aber Ott hat nicht gez\u00f6gert und Blank erstochen&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>Der Leser kann sich die Entschl\u00fcsse selbst hervorziehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, wie Albus Dumbledore seine Erinnerungen in &#8222;Harry Potter&#8220;. Richtig w\u00e4re: &#8222;Dem Leser bleibt es selbst \u00fcberlassen, welche Schl\u00fcsse er daraus ziehen m\u00f6chte.&#8220; Wichtig ist hierbei aber auch immer, dass so ein Satz in einem Fazit eher \u00fcberfl\u00fcssig ist. Nat\u00fcrlich ist das Fazit, das ein Leser aus einem Werk zieht, ihm selbst \u00fcberlassen &#8211; das ist aber immer so und nichts Neues. Interessant und wichtig w\u00e4re in einem Aufsatz zu schreiben, welches Fazit das schl\u00fcssigste ist und was man sich vorstellen kann, was der Autor dem Leser damit auf den Weg geben m\u00f6chte.<\/p>\n<blockquote><p>Als Ott sich an einem Tag zu einem Tee trinken setzte, stichte ihm das Titelbild des Boulevardblattes ins Auge.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich musste so lachen, obwohl es eigentlich nicht zum Lachen ist. Richtig w\u00e4re: &#8222;Als Ott sich eines Tages setzte um einen Tee zu trinken, stach ihm das Titelbild eines Boulevardblattes ins Auge&#8220;. Die Zeitform w\u00e4re nat\u00fcrlich immer noch falsch, denn Pr\u00e4teritum sollte in einem analytischen Aufsatz nicht vorkommen, sonst ist es keine Analyse mehr, sondern eine Nacherz\u00e4hlung. Also ganz richtig w\u00e4re: &#8222;Als Ott sich setzt um Tee zu trinken, sticht ihm das Titelblatt eines Boulevardblattes ins Auge.&#8220; Und noch besser als &#8222;ins Auge stechen&#8220;, w\u00e4re &#8222;f\u00e4llt ihm auf&#8220;, denn eine Analyse sollte sich von einem poetischen Werk und allzu starker Bildsprache eher distanzieren.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">H\u00e4mmungen<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Hier sind nicht die H\u00e4morriden gemeint, sondern die Hemmungen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">\u2026 schluck Blank zu.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Naja, er \u201eschlug zu\u201c.<\/p>\n<blockquote><p>Er trinkt kein Alkohol.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mehrmals gelesen und etwas schockiert dar\u00fcber. Es hei\u00dft richtig: &#8222;Er trinkt keinen Alkohol.&#8220;<\/p>\n<blockquote><p>Das Buch \u201eDie dunkle Seite des Mondes\u201c\u2026<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, hier wie so oft &#8222;Buch&#8220; anstelle von Roman.<\/p>\n<blockquote><p>Er versucht ruhig und in seiner Fassung zu bleiben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie eine Gl\u00fchbirne&#8230; Richtig w\u00e4re: &#8222;Er versucht ruhig und gefasst zu bleiben.&#8220;<\/p>\n<blockquote><p>Er ist ein Wissensbegierter Mensch.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nahe dran, aber trotzdem falsch. Richtig w\u00e4re: &#8222;Er ist ein wissbegieriger Mensch&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>Jagttrouf\u00e4hen<\/p><\/blockquote>\n<p>Richtig w\u00e4re: &#8222;Jagdtroph\u00e4en&#8220; Da frage ich mich manchmal, wozu ich eigentlich die Duden in die Klassenarbeit mitnehme.<\/p>\n<blockquote><p>\u2026 ein Jagtmesser mit der Aufschrift \u201enever hasetaded\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Deutsch und Englisch etwas daneben. Richtig w\u00e4re: &#8222;&#8230; ein Jagdmesser mit der Aufschrift &#8222;never hesitate&#8220;.&#8220;<\/p>\n<blockquote><p>In Zeile 14 ist Blank sehr schockiert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und wieder ein Klassiker&#8230; in\u00a0 Zeile 15 geht es ihm dann wieder gut usw. Richtig w\u00e4re: &#8222;Blank ist sehr schockiert (vgl. Z. 14).&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und hier nun zum letzten Teil der &#8222;Best of Fehler&#8220; &#8211; Reihe. Ich habe mal nach Fortbildungen gesucht, wie man Sch\u00fclern das Schreiben beibringen kann und leider nur ganz exklusive f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Gymnasien gefunden. Liebes RP, eine solche Fortbildung f\u00e4nde ich toll und es w\u00fcrde bestimmt nicht nur mich freuen, wenn so etwas h\u00e4ufiger angeboten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[58],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3603"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3603"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3603\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4122,"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3603\/revisions\/4122"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}