{"id":3420,"date":"2013-11-24T05:29:19","date_gmt":"2013-11-24T04:29:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cordulamaier.de\/?p=3420"},"modified":"2015-10-11T21:18:33","modified_gmt":"2015-10-11T19:18:33","slug":"hme-poetik-dozentur-tubingen-mittwoch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cordulamaier.de\/?p=3420","title":{"rendered":"HME Poetik Dozentur T\u00fcbingen Mittwoch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Mittwoch stellte in der Woche der Poetik-Dozentur eine Art Spiegelachse dar &#8211; um es mit Tobias Worten zu sagen. Denn am Mittwoch dozierten HME und Dirk von Petersdorff gemeinsam, bevor dann am Donnerstag und Freitag Petersdorff alleine weiter machte. Auch hier wurde wieder der Raum gewechselt, weil der Festsaal dieses Mal belegt war. Wir sind daher extra 1h fr\u00fcher losgefahren und waren dann aber auch als eine der ersten dort. Tats\u00e4chlich waren aber 1h vor Vorlesungsbeginn schon ein paar andere Leutchen da.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.cordulamaier.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/HME_PoetikDoz004.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3421\" title=\"HME_PoetikDoz004\" src=\"https:\/\/www.cordulamaier.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/HME_PoetikDoz004-300x179.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/www.cordulamaier.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/HME_PoetikDoz004-300x179.jpg 300w, https:\/\/www.cordulamaier.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/HME_PoetikDoz004.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Vom Schreiben \u00fcber das Lesen ging es heute um das &#8222;<strong>Weiterschreiben<\/strong>&#8222;.<br \/>\nHME und Petersdorff lasen abwechselnd Gedichte verschiedener Lyriker vor und zeigten inwiefern sie die jeweiligen Gedichte inspiriert haben, eigene Gedichte zu \u00e4hnlichen oder auch gleichen Themen zu schreiben &#8211; wie sie also die Gedichte &#8222;weitergeschrieben&#8220; haben. HME meinte zu Beginn, dass Originalit\u00e4t h\u00e4ufig \u00fcbersch\u00e4tzt werde und eher eine moderne Idee sei. Sie wollten hier nun ein paar Tricks vorstellen , mit denen der Lyriker arbeitet: Anspielung, Zitat, \u00dcbersetzung, Negation, Plagiat.<br \/>\nSo wurde beispielsweise aus Ludwig Uhlands &#8222;Schw\u00e4bischer Kunde&#8220; HMEs &#8222;T\u00fcrkischer Kunde&#8220; oder aus Klopstocks elegischem Gedicht &#8222;Die fr\u00fchen Gr\u00e4ber&#8220; Petersdorffs elegisches Gedicht &#8222;Raucherecke&#8220;. Oder Rainer Maria Rilkes &#8222;Erste Dunieser Elegie&#8220; wird komplett negiert und trotzdem merkt &#8211; bis auf ein paar Ausnahmen &#8211; niemand im Saal, dass dieses negierte Gedicht kein Rilke-Gedicht ist.<br \/>\nAls Abschluss zeigt Petersdorff noch auf, dass auch eine kleine Notiz schon ausreicht, um den Lyriker zu inspirieren. Gottfried Benn notierte sich wohl einmal &#8222;Ich bin nichts Offizielles. Ich bin ein kleines Helles.&#8220; Petersdorff machte daraus das &#8222;Bierlied mit Benn&#8220; &#8211; ein sehr lustiges Gedicht \u00fcber die verschiedenen Biersorten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Thema des W\u00fcrth-Literaturpreises wurde \u00fcbrigens auch an diesem Tag bekanntgegeben:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8222;Ein Ausflug zu dritt.&#8220;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und damit schlie\u00dft sich auch der Kreis, denn das ist der Untertitel zu dem am Sonntag auf der Lesung in der Kunsthalle W\u00fcrth vorgestellen Gedichtband von HME &#8222;Blauw\u00e4rts. Ein Ausflug zu dritt.&#8220;<br \/>\nAllen, die am Wettbewerb teilnehmen, w\u00fcnsche ich viel Spa\u00df und gute Ideen zu diesem Thema.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mittwoch stellte in der Woche der Poetik-Dozentur eine Art Spiegelachse dar &#8211; um es mit Tobias Worten zu sagen. Denn am Mittwoch dozierten HME und Dirk von Petersdorff gemeinsam, bevor dann am Donnerstag und Freitag Petersdorff alleine weiter machte. Auch hier wurde wieder der Raum gewechselt, weil der Festsaal dieses Mal belegt war. 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