Bodensee-Tour: Konstanz, Meersburg, Unteruhldingen, Salem, Birnau

Unsere Reiseroute - spontan erstellt.

Zum Prüfungsabschluss des Referendariats haben wir drei – leider ohne unsere vierte „Dame“ – einen Kurztrip nach Konstanz unternommen und da es dort in der Nähe so viele schöne Dinge gibt, sind wir nicht nur in Konstanz geblieben, sondern haben unsere Rundreise etwas erweitert. Links ist unsere Route zu erkennen, die recht spontan und ohne größere Planung entstand und vermutlich auch deshalb so viel Spaß gemacht hat.

Im Folgenden soll nun ein kleiner Überblick über die verschiedenen Stationen gegeben werden – einerseits als Erinnerung, andererseits als Ausflugsvorschläge für Interessierte.

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Konstanz

Konstanz würde ich als typische Studentenstadt mit Bonus beschreiben. Überall finden sich kleine Bistros und Bars, sie ist nicht allzu groß und – was nicht fehlen darf – sie hat eine Universität. Da es die Studienstadt von einer von uns dreien war, haben wir viele neue nette Leute kennen gelernt und so einen sehr persönlichen Eindruck von Konstanz gewonnen. Als wir am ersten Tag zur Uferpromenade gelaufen sind, konnten wir verstehen, dass man an so einen Ort gerne zurückkommen will, denn dort ist es wirklich atemberaubend schön.
Das Wasser ist sehr klar und an sonnigen Tagen fühlt man sich wie am Mittelmeer.

Wir sind aus dem Fotografieren überhaupt nicht mehr herausgekommen, da man die Kamera eigentlich recht wahllos irgendwohin halten konnte und so gut wie immer hatte man am Ende ein tolles Foto.

Vor allem auch die alten Häuserfronten an der Seepromenade sahen wunderschön aus, wenn auch das ehemalige Telekomgebäude das Bild etwas gestört hat.

Zu obigem Bild gehört ein Rätsel. Daher möchte ich jeden auffordern die goldene Schrift einmal laut vorzulesen – am Ende des Artikels findet ihr dann die Auflösung. So gut wie jeder liest es am Anfang erst einmal falsch.

Diese gefüllten Teigtaschen (Börek), die man dort in den türkischen Restaurants bekommen hat, waren etwas knifflig – nicht bezüglich des Essens an sich, denn geschmeckt haben sie sehr gut, sondern das Bestellen war irgendwie schwierig. Vielleicht war auch der Fehler daran, dass ich gerne eine Teigtasche nur mit Gemüse wollte – wer weiß. Jedenfalls habe ich – auch um es zu testen – diese vegetarische Tasche zwei Mal, jeweils bei einem anderen türkischen Restaurant bestellt und beide Male bekam ich nicht das bestellte Gericht, sondern eine Tasche, die nur mit Spinat gefüllt war. Es war schon seltsam, dass sie gerade immer mit diesem Gericht so ihre Probleme hatten.

Am zweiten Tag haben wir uns morgens einmal die Uni angeschaut. Da Pfingstsonntag war, war natürlich nicht allzu viel los, aber ein paar Studenten waren dennoch dort. Ich muss sagen, hätte ich in Konstanz studiert, würde ich die Studenzeit vielleicht auch vermissen, in Stuttgart geht es mir leider nicht so. Obwohl sich die beiden Unis von den Gebäuden her recht ähnlich sind, hat die in Konstanz doch einen entschiedenen Vorteil: Von der Mensa aus hat man einen fabelhaften Blick auf den Bodensee. Man sieht sogar die Insel Mainau (links im Bild). Auf der Mainau waren wir allerdings nicht – über ein Pfingstwochenende dort hin zu gehen, ist sicher nicht empfehlenswert, da sie zumindest von der Uni aus gesehen, sehr voll schien.

Meersburg

Von der Uni aus kann man dann hinunter zum Hafen laufen und mit der Fähre nach Meersburg fahren. Das erste Mal sind wir einfach so hinüber gefahren und haben festgestellt, dass wir wohl einen verkaufsoffenen Pfingstsonntag erwischt haben. Das Städtchen war übervoll mit Touristen, sodass wir nicht allzu lange geblieben sind. Dennoch ist es ein sehr schöner Ort mit vielen Weinbergen und demzufolge einigen Weinguten.

Unteruhldingen

An unserem letzten Tag sind wir wieder mit der Fähre nach Meersburg gefahren, dieses Mal jedoch mit dem Auto. Wir haben auch keinen Stopp eingelegt, sondern sind weitergefahren zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen. Dort findet sich der Nachbau einer Steinzeitsiedlung, die damals so auf den Pfählen existiert haben soll. Der Nachbau erstreckt sich über die Steinzeit und die Bronzezeit. Die Pfahlbauten an sich gehören zum Weltkulturerbe.

Salem

Danach ging es weiter nach Salem. Am Eliteinternat sind wir nur vorbeigefahren, da wir vorrangig den Affenberg besuchen wollten. Wie der Name schon sagt, ist der Affenberg ein Berg voller Affen. Er ist eingezäunt, aber dennoch ist das Gehege dort so groß, dass die Affen halbwegs frei leben können. Durch diesen Affenberg führt ein Weg, den man als Besucher – ausgestattet mit dem dort verfügbaren Popcorn – entlang laufen kann. Die Affen kommen dann für einen Snack an den Wegesrand und man kann sie füttern. Alles in allem ein lustiges Erlebnis.

Neben den Affen gibt es auch noch unzählige Störche dort, die überall auf den Häusern und in den Baumkronen nisten. Leider waren wir dabei, als ein Storchennest zusammen mit dem morschen Ast, auf dem es gebaut war, abgestürzt ist – das Storchenbaby hat es leider nicht überlebt. Zum Glück war nur eines in dem Nest, in anderen waren bis zu fünf, aber dennoch war es traurig. Hier sieht man die Störche bei der Fütterung – sie bekommen beispielsweise Küken oder auch Hamster zu essen – zumindest sah es danach aus. Erst ab diesem Zeitpunkt wurde mir so richtig bewusst, dass Vögel – und eben nicht nur Raubvögel im Speziellen – eigentlich Fleischfresser sind. Ich wusste zwar, dass Vögel Würmer essen und Störche beispielsweise Frösche, aber als Fleischfresser habe ich sie trotzdem irgendwie nie gesehen.

Birnau

Bevor wir dann ganz nach Hause gefahren sind, haben wir noch einen Abstecher zur Birnau gemacht. Das ist eine barocke Kirche mit tollem Blick auf den Bodensee. Das Innere der Kirche ist wirklich sehr schön, aber da man da keine Fotos machen darf, muss man googeln, um ein Bild davon zu sehen. Die Kirche liegt inmitten von Weinbergen und war ein sehr schöner Abschluss für unseren Pfingsttrip.

In diesem Sinne: Vielen Dank euch beiden für ein unvergessliches Wochenende – ihr seid die besten Referendarsfreundinnen ;) (neue Wortkreation). Vor allem auch dank unserer tollen Truppe, werde ich an das Referendariat mit Freude zurückdenken – es ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber bis jetzt hat es trotz der Anstrengung sehr viel Spaß gemacht.

Auflösung zum Namen der Apotheke: Nicht Biergarten, sondern Tiergarten Apotheke ;)