WM-Smoothie [umgetauft ;)]

Ich habe mir vor längerer Zeit mal ein kleines Büchlein über Smoothies gekauft und das war nicht wirklich gut. Die Smoothies schmeckten fad und waren dabei aber sogar noch aufwendiger als manche, die man sich vielleicht selbst ausdenkt und die dann auch noch besser schmecken.
Da diese Woche die Krankheiten nur so durch die Gegend flogen, habe ich mich kurzerhand entschlossen mit den Früchten, die noch in der Küche waren, selbst einen Smoothie auszudenken und herzustellen. Meiner Erfahrung nach geht das am besten mit einem Zauberstab – ein Mixer macht das für meine Ansprüche etwas zu grob und auch von der Reinigung ist es ein himmelweiter Unterschied. Den Zauberstab muss man nur kurz unter heißem Wasser abspülen, während man den Mixer in der Regel in seine Einzelteile zerlegt.
Mein Smoothie hat dann wirklich gut geschmeckt und war  überhaupt nicht aufwendig. Zudem sieht er, wie ich finde, auch noch richtig interessant aus – hat etwas Feuriges ;)

Für 2 Personen hat’s geklappt mit:

  • 3 Orangen
  • 1 Apfel mit etwas Maracuja-Saft
  • Tiefkühlbeerenmischung nach Bedarf

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PS: Ich wurde soeben (d.h. etwa einen Monat nach Erscheinen dieses Artikels ;) ) von einem Fußballbegeisterten darauf aufmerksam gemacht, dass die Farben zum jetzigen Zeitpunkt besonders passend sind. Ich darf denjenigen bestimmt zitieren ;)


„Mit einem schwarzen Sonnenschirmchen verziert, könnte er zu einem geschmackvollen WM-Smoothie avancieren.“

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Besser hätte ich es nicht formulieren können ;)
Wer also noch einen erfrischenden und sogar noch gesunden Cocktail für das Halbfinale am Mittwoch zwischen Deutschland und Spanien sucht, der kann es ja mal mit diesem nun umgetauften „WM-Smoothie“ probieren ;)

Orchideen

Ich bin immer ganz begeistert, wie oft meine Orchideen im Jahr blühen – eigentlich haben sie kaum Blühpausen und das seit über 3 Jahren. Beide waren ein Geschenk und gedeihen seitdem prächtig ;) Ich habe sie seither nie gedüngt, werde das aber vermutlich doch irgendwann mal machen, denn woher sollen sonst die ganzen Nährstoffe kommen? Für mich hat sich für die Orchideen folgendes bewährt:

  1. An ein dem Norden zugerichtetes Fenster stellen
  2. Wenn sie blühen, 1x die Woche gießen, wenn sie nicht blühen, weniger gießen
  3. Triebe recht stark zurückschneiden, nachdem sie abgeblüht sind – also nicht den Stiel, sondern die Triebe, an denen die Orchideenblüten hingen (bei meinen Orchideen auf dem Bild wäre das ein paar Zentimeter nachdem sich die Triebe aufgabeln)
  4. Orchideen frühzeitig die Richtung weisen – späteres Umbiegen geht nicht – sie brechen

Ich finde es auch immer lustig an den Pflanzen abzulesen, wie es den Menschen, die sie geschenk haben, wohl gehen mag ;)

Also Nina, von dir war die linke Pflanze – dir muss es wunderbar gehen ;) Überall schöne Blüten und diese auch noch so ideal verteilt, dass sie die Pflanze nicht übelasten :) Und viele Knospen kommen noch :) Du bist vielleicht gerade sozusagen dabei, dir dein Fundament für später zu legen ;)

Die rechte Pflanze treibt zwar wie noch nie, aber übernimmt sich dabei fast und ich befürchte, dass wenn ich sie nicht schon im Vorfeld mal abgestützt hätte, der Stengel voll Blüten vielleicht tatsächlich abgebrochen wäre. Sie hatte übrigens ursprünglich auch zwei Stengel, aber der eine ist mittlerweile verkümmert. Der Kontakt zu dem Menschen, der mir diese Orchidee geschenkt hat, hat sich aber leider verlaufen – nur Gerüchteweise wird das Verhalten der Pflanze bei besagtem Menschen bestätigt. Da dieser den Blog aber vermutlich nicht lesen wird, ist es auch egal.

Mathebox

Hier will ich euch einmal zeigen, was man so alles für ein Staatsexamen in Mathematik zu lernen hat. Die Vorgehensweise unterscheidet sich grundlegend von der für ein Staatsexamen in Deutsch. Während man in Deutsch eine wahnsinnige Vorarbeit leisten muss was das Recherchieren zu einzelnen Themengebieten betrifft, sich daheim tonnenweise Bücher aus der Bibliothek stapeln und die Kopierkosten ins Unendliche steigen, hat man in Mathematik einen von Anfang an festgesteckten Rahmen – zumindest scheint es so ;)

– Deutsch liest man und versteht es teilweise sogar sofort oder geht es nochmal genauer durch und fasst dann die Dinge auf das Wesentliche zusammen.

– Mathe liest man und versteht es erst mal nicht und versucht nun jede Zeile bzw. jedes Zeichen aufzuschlüssen, um dahinter zu kommen was uns der Autor damit sagen will.

Kurzum: In Deutsch – zumindest geht es mir so – versuche ich aus den unzähligen Aufsätzen die Quintessenzen herauszufiltern, während ich in Mathe zu den vielen Kurzschreibweisen teilweise ganze Aufsätze verfasse.

Im Endeffekt fällt mir Mathematik somit deutlich schwerer zu lernen, weil man den Stapel sieht und denkt, dass das ja nicht so viel ist. In Deutsch hingegen weiß man erst gar nicht wo anfangen und wo aufhören und hat schon von Anfang an die nötige Panik, um sich möglichst schnell durch die vielen Bücher zu wälzen. Natürlich ist es illusorisch zu glauben, die Mathematikdozenten könnten ihre Vorlesungen bis ins Detail ausführen – würden sie dies machen, hätte man am Ende kaum Stoff zu lernen, denn würde man jeden Beweis ganz ausführlich aufschreiben, dann würde man im ganzen Semester vermutlich nur durch 1/4 des gesamten Stoffes  kommen. Und teilweise ist es doch tatsächlich sowieso so: Desto mehr man sich damit befasst, desto eher sind einem die Sachen auch klar, die oft so einfach als „klar“ tituliert werden, obwohl sie das anfangs natürlich überhaupt nicht sind.
Die Stoffmenge in Mathematik und Deutsch ist also im Prinzip genauso groß, nur, dass man es in Deutsch vielleicht eher sieht. Der Stoff in Deutsch umfasst ungefähr 6 volle DinA4 Ringbuchordner. Von denen muss man natürlich nicht alles genau lesen, aber wenigstens alles einmal gelesen haben – sonst weiß man ja schließlich nicht, ob es einem etwas für die Prüfung nützt oder nicht. Zu den 6 Ordnern kommen natürlich noch die ganzen Primärwerke, also die Bücher über die dann etwas in den 6 Ordnern steht und der Stoff für die schriftliche Prüfung ist natürlich auch noch nicht mit eingerechnet. Eine schriftliche Prüfung gibt es in Mathematik zum Glück aber nicht auch noch – wobei ich in schriflichen Prüfungen meist besser bin, als in mündlichen.

Aber nun wieder zu Mathe:
Ich habe die gesamten Vorlesungen, die ich zu lernen habe, auf Karteikarten abgeschrieben – so komme ich nicht in Versuchung, auf die einzelnen Beweise der Sätze zu spickeln ;) Ich habe euch meine Mathebox einmal abgefilmt – ein erster Versuch auf diesem Blog ein Video einzubinden.

Also, hier geht’s los:

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Ich hoffe, euch hat’s gefallen und ihr konntet die Ironie am Ende heraushören ;) Auch diese Box ist wieder einmal der Beweis dafür, dass der Schein manchmal trügt. In diesem Fall steckt tatsächlich mehr Sein als Schein dahinter.